
Über mich
Auf seine eigene Art zu denken ist nicht selbstsüchtig. Wer nicht auf seine eigene Art denkt, denkt überhaupt nicht.
Oscar Wilde
1950 in Hamburg geboren, freue ich mich seit 2009 des Lebens in der französischen Touraine. Ruhestand wird das wohl genannt. Bei mir hat dies mit "Stand" aber wenig zu tun, eher mit Bewegung: Garten, Haus und Hof gestalten, zur Gitarre singen und auch mal selbst ein Lied schreiben, Freunde treffen, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben der kleinen, vitalen, kosmopolitischen Stadt Richelieu teilnehmen, in der ich seit 2025 mit meiner französischen Ehefrau Claudie Pront lebe. Davor wohnten wir lange im nahegelegenen kleinen Ort Tavant.
Hier habe ich meine Videoarbeit wieder aufgenommen und als eine Art Stadtschreiber das Leben im Dorf dokumentiert. Nur habe ich die Geschichten nicht aufgeschrieben, sondern gefilmt. Videographieren habe ich das genannt. Ganz bewusst mit mit dem alten "ph", weil es in einer tradtionellen, ruhigen Art geschieht.
Als ich 2006 in Hamburg die Arbeit der Zeitzeugenbörse kennengelernt hatte, ist mein Engagement für die Arbeit der Zeitzeugen und die Videodokumentation ihrer Geschichten entstanden: Sie erzählen ihre Erlebnisse im Nationalsozialismus. Es leben nicht mehr viele, die dazu persönlich Auskunft geben können. Um so mehr galt es für mich, die Geschichten derer festzuhalten, die noch über die damalige Zeit, insbesondere in Hamburg, berichten konnten. Für mich war das ein Beitrag zur Wahrung unseres Kollektiven Gedächtnisses.
Wir begreifen die Geschichte nur, wenn wir das Leben der Menschen kennen, ihren Alltag. Ihre Wahrnehmung der politischen und sozialen Prozesse.
In meinem früheren Leben in Hamburg war ich Soziologe und Lehrer. Den Hauptteil meines Job-Lebens bin ich in der Stiftung Berufliche Bildung aktiv gewesen. Als Einrichtung der Stadt Hamburg haben wir mit Mitteln des Bundes arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen beruflich qualifiziert und wieder fit gemacht für den Arbeitsmarkt. Ironischerweise hat es mich dann selbst getroffen, als die öffentlichen Gelder begannen zu versiegen und unsere Stiftung sich radikal verkleinern musste. Aber ich hatte Glück, konnte aufgrund meines fortgeschrittenen Alters in den Vorruhestand gleiten und hatte Zeit für eine Fortbildung in der Videotechnik.
Die Bahn war frei für die Touraine...
Mein Freund, Josef Mönninghoff, Unternehmensberater, Alltagsphilosoph und Maler sagt: "Alles das ist neu, was ich neu betrachte." Also, auf geht's. Betrachten wir und entdecken wir die Welt, die anderen und uns selbst neu, wenn wir Lust haben auf Bewegung, Veränderung und auf das Neue. Ich habe Lust darauf.






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